Das Wunder in der Elisabethinen – Kirche


elisabethinen_kirche_grAm Beginn der Landstraßer Hauptstraße stehen ein Kloster und ein Spital. Es ist das Kloster der Elisabethinerinnen mit einer Kirche und eben einem Spital.

In einer kleinen Kapelle rechts vom Eingang steht eine Statue, die unseren Herrn Jesus Christus an einer Geißelsäule zeigt. Er trägt eine schwere Eisenkette, um die sich folgende Sage rankt:
Vor vielen Jahren befand sich die mittelalterliche Hinrichtungsstätte für Verbrecher auf der „Gänseweide“ oder auch „Gäns Weid“ genannt, der heutigen Weißgerber Lände.

Ein Mann wurde angeklagt, ein schweres Verbrechen begangen zu haben, obwohl er immer wieder erklärte, unschuldig zu sein. Doch die Richter glaubten ihm nicht und so verurteilten ihn zum Tode. Er wurde mit einer schweren Eisenkette gefesselt und zur Gänseweide geführt. Der Weg führte an der Elisabethinen-Kirche vorbei.

Als der Verurteilte die nun Kirche sah, bat er um Erlaubnis, dort kurz beten zu dürfen. Der Mann kniete vor der Christusstatue nieder. Er betete, Gott möge seine Unschuld beweisen. In diesem Moment lösten sich seine Fesseln und die Eisenkette fiel polternd zu Boden. Nun waren auch die Richter vor seiner Unschuld überzeugt und schenkten ihm die Freiheit.

Zur Erinnerung an dieses Wunder wurde die Kette an der Christusstatue befestigt.

Eine andere Version dieser Sage fanden wir auf www.sagen.at: Unschuldig

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Heiland mit schwerer Eisenkette

In der Elisabethinenkirche auf der Landstraße steht in der Kapelle eine Statue, die Christus an der Geißelsäule darstellt. Das Merkwürdige daran ist, dass der gemarterte Heiland eine schwere Eisenkette trägt. Davon erzählen sich die Schwestern des Klosters, zu dem die Kirche gehört, folgende Geschichte:

Einstmals war in Wien ein Mann bei Gericht verklagt. Er sollte ein schweres Verbrechen begangen haben. Obwohl er vor dem Richter seine Unschuld mit bewegten Worten beteuerte, sagten die Zeugen doch gegen ihn aus. So wurde er zum Tode durch den Strang verurteilt.
An Händen und Füßen mit schweren Eisenketten gefesselt, so mußte er seinen letzten Gang zur Richtstätte vor der Stadt antreten. Der Weg führte an der Elisabethinenkirche vorbei. Als der Verurteilte das offene Fenster der Kapelle sah, bat er die strengen Richter, sie möchten ihm doch erlauben, ein kurzes Gebet in der Kirche zu verrichten. Diese Bitte konnten sie ihm wirklich nicht abschlagen. Der Unglückliche betrat die Kapelle und kniete vor der Statue des leidenden Heilandes nieder. Inständig bat er, Gott möge doch den Menschen seine Unschuld durch ein Wunder beweisen. Das fromme Gebet des armen Verurteilten wurde augenblicklich erhört. Seine Ketten lösten sich und fielen klirrend zu Boden.
Nun waren auch die Richter von seiner Unschuld überzeugt und schenkten ihm das Leben und die Freiheit wieder.

Der Glückliche aber opferte die Ketten in der Kapelle zum Dank für seine wunderbare Errettung vor dem sicheren Tod. Man kann sie noch heute dort sehen.

Als Quelle wird von www.Sagen.at folgendes angegeben: Wien in Sage und Legende, Zens, Klemens, Wien 1955

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