Kommt doch noch eine Weihnachtsbeleuchtung im Dritten?

Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung auf der Landstraßer Hauptstraße

Möglicherweise werden wir den Satz: „Heute hat der Bezirkschef der Landstraße, Erich Hohenberger, in der Landstraßer Hauptstraße offiziell die weihnachtliche Beleuchtung eingeschaltet.“ heuer in unserem Bezirk gar nicht mehr hören/lesen. Zwar wurde 2011 von den Landstraßer Kaufleuten ein neues System mit LED-Licht gekauft, aber heuer könnte endgültig das Geld dafür fehlen.

 

Jedes Jahr gibt es kurz vor Weihnachten die gleiche alte G‘schicht um die Weihnachtsbeleuchtung. Da nur die kleinen Kaufleute für die Illuminierung zahlen, fehlt überall das Geld dafür.

So kann man auch heute in der Kronenzeitung einen großen Bericht darüber lesen.

…auch an anderen Stellen in Wien hängt der Weihnachtssegen schief, denn es geht wieder um die traditionelle Beleuchtung.

Auf der Landstraßer Hauptstraße etwa drohen heuer die Lichter erstmals nicht anzugehen. Während am Freitag die traditionelle Illuminierung in der Stadt angesetzt ist, fehlen der beliebten Einkaufsstraße noch 5000 von 22.000 Euro für den Betrieb. „Es gibt immer mehr große Ketten, die nichts beisteuern. Den Familienunternehmen aber geht es wirtschaftlich immer schlechter“, beklagt Klaus Brandhofer, Bezirks-Obmann des Wirtschaftsbundes. „Dabei sorgt erst die Beleuchtung für die richtige Stimmung in der Adventzeit.“

Und so ist es leider in ganz Wien – die kleinen Geschäftsleute zahlen für etwas, von dem die großen Ketten au, wenn nicht am meisten profitieren. Denn, noch sind die Wiener Einkaufsstraßen vor allem zu Weihnachten beliebt. Überall wachsen die Punschstandl und Maronibrater, sowie Weihnachtsmärke wie Schwammerln aus dem Boden. Finanziert und erhalten werden die „Wiener Einkaufsstraßen“ jedoch nur von Vereinen der jeweiligen Kaufleute. Soweit wir bis her in Erfahrung bringen konnten zahlt keine der großen Handelsketten oder ein Veranstalter der Weihnachtsmärkte am Erhalt der Einkaufsstraßen mit. Sie profitieren nur an diesen, wie ein Mistelzweig.

2014 zahlten die Stadt Wien und die Kaufleute für Weihnachtsbeleuchtung 1,5 Mio. Euro. Die Stadt unterstützt dabei mit fast 500.000 Euro pro Jahr die Illuminierung.

2013 wurde dabei noch ein Stromverbrauch von 72.104 kWh verzeichnet. Durch die neue LED-Technik ergibt sich auch eine deutlich höhere Lebensdauer als bei herkömmlichen Glühbirnen.

 

Ein Gedanke zu „Kommt doch noch eine Weihnachtsbeleuchtung im Dritten?“

  1. Wenn ich dann lese, dass Amazon die größten Gewinne einfährt, verwundert das nicht – eine Einkaufsstraße ohne Weihnachtsbeleuchtung lädt leider nicht zum Kaufen ein, da weichen die Menschen in andere „stimmungsvollere“ Einkaufsstraßen aus oder kaufen – so wie es leider immer populärer wird – im Internet. Schade, mir tut das sehr leid – „danke“ an „GEOX“, „Gerry Weber“ und die anderen Knauserer 🙁

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