Bedrohung durch einen neuen Bierpalast?

Bierpalast
Schwarzenberg und das Belveder Stöckl © Krone.at

Ein umstrittenes Bauprojekt oder doch nur ein Blaublütiger Familienzwist, der über die Krone ausgetragen wird? Wir haben für Euch dazu die zwei Artikel der Kronenzeitung von Gestern und Heute zusammengefaßt.

12.10.17 Die Krone: Schwarzenberg über Kritik: „Bisserl ein Familienstreit“

Verwundert ist Erbprinz Johannes Schwarzenberg über die Kritik an der Wiedereröffnung des „Belvedere-Stöckls“ an der Prinz-Eugen-Straße: „Die Anrainer hätten doch mit mir reden können.“ Der Eigentümer der Immobilie will alles „friedlich regeln“. Was immer schwieriger wird: Der Bezirk setzte eine Sondersitzung an.

„Das ist ja auch ein bisserl ein Familienstreit“, erklärt Johannes „Aki“ Schwarzenberg die aktuelle Situation in der Debatte um das Projekt „Belvedere-Stöckl“: „Meine Tante Rosemarie Liechtenstein ist etwa unter den Kritikern. Und noch einige andere Verwandte mehr wollen den Status Quo erhalten.“

Ein Grund dafür: Jetzt sei der Park beim „Belvedere-Stöckl“ eine Art Privatgarten, nach dem Start des Restaurants wäre die Grünoase „eben für alle Wiener offen“.

Und Schwarzenberg, Leiter der Holding der Schwarzenberg-Stiftung, betont: „Der Pächter wird sich an alle Abmachungen mit den Anrainern halten.“

11.10.17 Die Krone: Bierpalast bedroht Belvedere

Bielpalast
die Geheimpläne rund um den Bierpalast laut Krone.at © Krone.at

Baummord, Verkehrschaos, verstörte Anrainer – ein umstrittenes Bauprojekt beim Schlosspark Belvedere (wir berichteten) wirft seine Schatten voraus. Während der Protest gegen den monströsen Bier-Palast in Wien-Wieden Fahrt aufnimmt, bleiben Fragen um Genehmigung und den UNESCO-Weltkulturerbe-Status offen.

Ein Unternehmen plant das Areal des früheren Lokals „Belvedere-Stöckl“ wiederzubeleben (s. Grafik). Umstritten sind die Oktoberfest-Ausmaße. Betriebszeit soll von 6 Uhr Früh bis nach Mitternacht sein – ein Anrainer-Horror. Auch weil sie vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Auch gab es  eine Protestveranstaltung vor Ort, wo vor einem Verkehrschaos gewarnt wurde.

Für 880 Gäste werden offenbar vier (!) Parkplätze eingeplant. 22 Bäume beim Park müssen gefällt werden.

Eva Schantl-Wurz, Leiterin des zuständigen Magistratischen Bezirksamts: „Das Verfahren zur Betriebsanlagengenehmigung ist noch im Laufen. Wir prüfen die Einwendungen der Anrainer sehr genau und werden auch noch eine weitere Verhandlung durchführen.“

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