Arbeitsplätze in Neu Erdberg

sacherwürstelIn der Baumgasse 129 entstehen neue 800 Arbeitsplätze und in der Baumgasse 66 verschwinden 98 Arbeitsplätze.

Die 800 Arbeitsplätze entstehen, wie die meisten Wissen in der Neuen ÖAMTC Zentrale. Andererseits hat die Traditionsfleischerei Trünkel beim AMS 98 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet.

1456Fürs erste kling dies nach einer positiven Bilanz punkto Arbeitsplätze im Dritten. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass in Town Town ein ganzer Beamtenturm entstanden ist, die Post ihre Zentrale am Rochusmarkt eröffnet und das Verkehrsamt gerade in den Dritten übersiedelt ist.

Leider sind diese Arbeitsplätze bei Trünkel Arbeitsplätze die einen Mehrwert schaffen, währenddessen die meisten anderen Beamtenjobs sind – Beamtenjobs sind wiederum genau das Gegenteil von „Mehrwert schaffen“.

Warum Trünkel?

Es gibt einige Gründe, weshalb Trünkel aufgibt. „Zur Fortführung des Betriebes wären millionenschwere Investments nötig. Die dafür erforderlichen Mittel konnten und können auch in Zukunft nicht erwirtschaftet werden“, erklärt der Geschäftsführer des Familienbetriebs in DiePresse.at: „Wenige Einkäufer bestimmen über 95 Prozent des Umsatzes in der Fleisch- und Wurstindustrie.“ Im Klartext: Der Preis in der Fleischindustrie wird von wenigen Handelsketten bestimmt. Und dort zähle laut Trünkel in erster Linie der Preis, und nicht die Qualität. Dazu kommt, was der Fleisch-Unternehmer als „geändertes Kundenverhalten“ bezeichnet. Es gehe einerseits um (immer mehr) Veganer und Vegetarier und den gesellschaftlichen Trend zu einer fleischlosen, gesunden und nachhaltigen Ernährung. „Unsere Produkte, also Fleisch und Wurst, sind medial sehr negativ behaftet“, meint der Geschäftsführer. Dazu käme, dass die muslimische Bevölkerung als Kunde ausfalle und die Rückgänge nicht kompensiert werden könnten: „In 90 Prozent unserer Produkte ist Schweinefleisch drinnen.“

Auf der Seite von Trünkel.at fanden wir folgendes:

Truenkel1988 fiel der Startschuss für den Bau eines modernen und leistungsfähigen Produktionsbetrieb nach den modernsten EU-Richtlinien. Im September 1992 wurde der neue Produktionsbetrieb in Wien St. Marx mit einer Investitionssumme von nahezu 100 Mio. Schilling schließlich fertig. 2005 wurde in eine deutliche Erweiterung und Modernisierung der Verpackung investiert. Bis heute ist dieses Objekt angrenzend am ehemals mehr als 150.000 m² großen, historischen Schlachthof und Fleischmarkt von Wien Firmensitz von Trünkel.

 

sacher-wuerstlGutes Schweinefleisch, wie unser ki3-Chef meint und trauert jetzt schon den geliebten Sacherwürstel nach und bedankt sich beim Pseudofleischer Hofstädter dafür.

 

 

 

 

 

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